Es gibt auf dieser Welt eine Handvoll Traummarken, für die tätig zu sein, eine besondere Ehre. und eine besondere Herausforderung ist. Leica Camera gehört ganz sicher dazu. Und spätestens seit M8 und M9 und vor allem der Präsentation des genialen S-Systems auf der Photokina 2009 ist der Erfinder der Kleinbildfotografie wieder hervorragend aufgestellt. Wobei ja ausgerechnet die S2 qualitativ alle Formatgrenzen sprengt. Die betreuende Agentur war so frei, mich mit den Texten für den Leica Photokina-Stand und die Einführung der S2 zu betrauen. Fast wäre ich versucht gewesen, mich in Naturalien entlohnen zu lassen. Wenn nur die S2 nicht so teuer wäre…
Apropos Leica. In wissenschaftlichen Fachkreisen noch bekannter, ja legendärer als die Kameras aus Solms sind die Mikroskope und Bildgebungssysteme von Leica Microsystems. Im Rahmen der Neu- und Weiterentwicklung von CI, CD und Markenwerten durch die betreuende Agentur hatte ich die historische Chance, meinen konzeptionellen und texterischen Senf hinzuzugeben. Zugleich konnte ich meine journalistischen Wurzeln reaktivieren. Denn unter anderem galt es, Interviews mit einigen der renommiertesten Forscher des Planeten durchzuführen. Darunter solche, die für den Nobelpreis gehandelt werden. Faszinierend. Und viel einfacher als gedacht! Insgesamt ist dabei ein dermaßen schlüssiges Werteszenario und Markenbild entstanden – und zugleich die größte texterische Herausforderung – wie ich es in mehr als 30 Jahren Kommunikation noch nicht erlebt habe: Living up to Life!
Zugegeben, es hatte sich lange hingezogen, zahlreiche Topagenturen waren involviert, aber im Endeffekt hat es sich gelohnt. Mit dem Gewinn des Etats von Heidelberger Druckmaschinen inklusive CI-Überarbeitung und Vorarbeiten zur drupa ist meiner Lieblingsagentur in Frankfurt ein echter Coup gelungen. An dem ich immerhin nicht ganz unbeteiligt war. Es ist aber auch eine überaus spannende Aufgabe gewesen, für die traditionsreichste und zugleich innovativste Druckmaschinenmarke der Welt den Unternehmensauftritt und alle nur denkbaren Publikationen neu zu gestalten. Und dies schlüssig zu begründen.
Ich gebe es zu: Ich hatte schon immer ein Faible für HighTech-Unternehmen. Um so erfreulicher entwickelte sich uuber die Jahre
meine Arbeit für Livingston, Europas größter IT-Vermieter und weltweiter Marktführer im Management technologischer Tools und Dienstleistungen für aufwändiges Test Equipment und IT-Systeme. Da die betreuende Agentur in Darmstadt das genau so sah, stand griffigem Web-Content, zahlreichen attraktiven Foldern und jeder Menge intelligenten Direct Mailings ebenso wenig im Wege wie meinem Einsatz als Drehbuchschreiber und Kameramann eines Messevideos.
Wuerth Phoenix ist in nicht nur hierzulande, sondern auch in Südtirol eine große Nummer. Die IT-Tochter des renommierten Wuerth-Konzerns hatte – was in dieser Branche nicht so häufig vorkommt – Mut zu einer spektakulären Kampagne von geradezu karibischer Leichtigkeit. Klar, dass Kunde und Agentur darauf bestanden, die Servicebotschaft nutzenorientiert, mit leichter Hand und ganz ohne das übliche IT-Chinesisch zu kommunizieren. Was bei mir natürlich offene Türen eingerannt hat. Allerdings: Eine solche Umsetzung setzt voraus, dass der Texter genau weiß, wovon die Rede ist. Nun, das tut er allerdings ;-)
Mit ESRI darf ich ein besonderes Technologie-Schmankerl in meinen Referenzen führen. Denn immerhin handelt es sich dabei um den unbestrittenen Weltmarktführer in Geo-informationssystemen. Und damit um eine Materie, die allerhöchste Anforderungen an Inhalt, Präzision, aber auch Tonalität der Kommunikation stellt. Im Rahmen der von Scheufele Kommunikation in Frankfurt komplett neu entwickelten CI musste nicht nur ein CD-Handbuch, sondern auch sämtliche Prospekte neu konzipiert und ausgetextet werden – von der Imagebroschüre über neun Marktsegmentbroschüren bis zu den Produktflyern. Ein Megaprojekt. Und ein Lehrstück in Sachen Corporate-Copywriting. Vielleicht das feinste DUESENprojekt von allen? Gut möglich.
Die Thales Group ist eine der führenden international tätigen Unternehmensgruppen für Verteidigungs-, Luftfahrt- und Industrie-Elektronik. Mit dem erstmals in Deutsch für die hierzulande tätigen Thalesmitarbeiter entwickelten Hausmagazin “Log-in” hat die betreuende Agentur ein schweres Stück Arbeit an Land gezogen. Denn so breit das Portfolio von Thales angelegt ist, so vielfåltig sind auch die Themen. Dass dabei sehr viel Militärisches zur Sprache kommt, setzt besonderes texterisches Geschick voraus. Aber gut, das ist ganz normales DUESENrepertoire…