Artikel mit ‘St. Petersburg’ getagged

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Peter hat es besser

Veröffentlicht in Subjektives & Spontanes | 26. März 2009 | 21:30 | roland

Gemessen am derzeitigen Taunuswetter hat es der große Peter derzeit deutlich besser getroffen. Auch wenn er trockenen Gipskopfes in der Eremitage vor sich hin staubt, während man sich anderswo seines Namens kulinarisch bemächtigt, weiß er doch, dass es draußen in seiner Stadt frühlingshafter ist als hier. Heiter bis wolkig, mit Tagestemperaturen zwischen null und fünf Grad Celsius. Dazwischen mal ein paar Schneeflocken. Insgesamt für das wesentlich nördlicher und sehr viel östlicher gelegene St. Petersburg ein schon sehr ausgeprägter Frühling also. Und für einen kurzen Moment beneide ich ihn dafür, Gipskopf hin, Gipskopf her. Vielleicht hilft ja ein kleiner, feiner Wodka?

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Die Macht der Pracht

Veröffentlicht in Geschichte & Gesellschaft, Kunst & Kultur | 25. Februar 2009 | 18:13 | roland

Alte Oper? Vatikan? Hollywood? Nein, weder noch. Sondern einer der Aufgänge in der St. Petersburger Eremitage. Irgendwie sind das Bilder, die ich seit unserem besuch neulich nicht mehr aus dem Kopf bekomme. Unverhohlene Prachtentfaltung, alles darauf ausgerichtet, rangniedere Besucher des damaligen zaristischen Winterpalais‘ zu beeindrucken. Und auch heute noch in ihrer barocken Opulenz geeignet, den Atem zu rauben. Verbunden mit den schleichenden Gedanken, wer wohl damals den Preis zahlen musste für all den Luxus. Nun, wer schon? Die Hartz-IV-Empfänger jener Tage. Andererseits, rund drei Jahrhunderte danach, sind Bauten und Kunstwerke wie diese natürlich auch Kristallisationspunkt des russischen Selbstbewusstseins als Kulturnation und als (immer noch) Machtfaktor. Wie sonst wäre der erkennbar hohe Anteil russischer Ausstellungsbesucher zu erklären, die aus offensichtlich wirtschaftlich weniger begüterten Kreisen stammen? Mütterchen, die ihre letzten Rubel zusammengekratzt haben fuur die Fahrt in die stadt und den Eintritt in die Eremitage neben aufgetakelten Jungdamen aus der umtriebigen St. petersburger Partyszene. Ja, die Stadt ist nun mal ein Ort harter Kontraste. Härterer Kontraste, als wir sie uns hierzulande je vorstellen können…

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Kälte kann das Herz wärmen

Veröffentlicht in Geschichte & Gesellschaft, Kunst & Kultur | 14. Februar 2009 | 18:28 | roland

Ich muss zugeben, dass auch heute noch, zwei Wochen nach unserem Wochenendtrip ins eisige St. Petersburg, ein Blick auf die weitgehend zugefrorene Newa mir das Herz zu wärmen vermag. Einerseits, weil Russlands „Venedig des Nordens“ bei allen harten gesellschaftlichen Kontrasten, die sich im Stadtbild dokumentieren, eine traumhafte Stadt ist. Andererseits, weil die herzliche Gastfreundschaft der Russen in der Tat voll und ganz dem bekannten Klischee entspricht. Vorausgesetzt, man vermag beim Wodka einigermaßen mitzuhalten ;-)

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Heiliger St. Isaak!

Veröffentlicht in Kunst & Kultur | 06. Februar 2009 | 17:59 | roland

Während ich wieder tief in Textaufträgen für Transas, Deutsche Telekom, Schneider Kreuznach und Nesté Milasan stecke, habe ich immer noch Bilder aus St. Petersburg im Kopf. Beispielsweise jenes vom gigantischen Kuppelgewölbe der St.-Isaaks-Kathedrale, der zweitgrößten freitragenden Kirchenkuppel nach jender des Petersdoms. Dass die Russisch-Orthodoxe Kirche zu größter Opulenz in der Dekoration neigt, war mir ja durchaus bewusst. Es ist aber noch einmal etwas anderes, das mit eigenen Augen zu sehen…

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Der meist fotografierte Thron Russlands

Veröffentlicht in Geschichte & Gesellschaft, Kunst & Kultur | 04. Februar 2009 | 20:29 | roland

Nachdem wir ein langes Wochenende in St. Petersburg hinter uns haben, dröhnt uns immer noch der Kopf von den Eindrücken, Bilder schwirren durch die Großhirnrinde, und einige davon werden wohl bleibenden Eindruck hinterlassen. In der Eremitage, dem ehemaligen Winterpalast der Zaren, dessen Prunk schier unvorstellbar ist, stehen wir vor dem Thron von Peter dem Großen, der die Newametropole gegründet und mit großen Opfern an Menschenleben erbauen ließ, getrieben von seiner Vision, das Zarenreich nach Westen zu öffnen und ihm einen Zugang zum Meer zu verschaffen. Es gelang. Doch um welchen Preis? Wie auch immer, dieser Thron dürfte ohne Zweifel der meistfotografierte Russlands, wenn nicht sogar Europas sein.

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